Seitdem die kleinen Technik-Wunder auf dem Markt sind, haben sie uns schon einiges im Leben leichter gemacht. Zum Beispiel das Mitdenken: Im Handyzeitalter braucht man sich keinen Geburtstag oder Arzttermin mehr zu merken, er wird einfach im Handy notiert – und von manchem dann am Ende vielleicht trotzdem vergessen. Aber wie dem auch sei, alles Gute hat eine schlechte Seite.

„Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren“, sagte Albert Einstein. Nun ist der Mensch so perfide, dass er sogar ein „Handy-Gefängnis“ konstruiert. Schlimm genug, dass die Familie meiner Freundin sich wegen meiner vermeintlichen Handysucht so etwas zulegt. Jetzt spielt auch meine Schule mit diesem Gedanken. Hierbei stellt sich mir die Frage, wie weit die deutschen Schulen noch gehen wollen, um die Freiheit der Handynutzer einzuschränken? Es fängt mit den Handy-Gefängnissen an, und als Nächstes gibt es schwarz-weiß gestreifte Handy-Sträflingshüllen mit Störsendern . . .

Ich bin empört darüber, dass so etwas überhaupt in Erwägung gezogen wird! Jeder Mensch sollte das Recht haben, zu wissen, was andere über ihn auf Instagram schreiben – und zwar jederzeit, auch während der Matheklausur. Nichts geht über die Nähe, die du zu deinen Instagram-Fans hast!

Und ob das Handy-Gefängnis die Lösung für das Probleme der permanenten Nutzung von Handys in deutschen Schulen sein kann? Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die Probleme besser an der Wurzel gepackt werden: Der Verbraucher ist zu therapieren – im Gefängnis?

TIMUR ISAEV

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