Wir sind die Klasse 9b der Mittelschule St. Leonhard in Nürnberg. Da wir uns in der 9. Klasse orientieren sollen, welchen Beruf wir einmal ergreifen möchten, hat unsere Lehrerin Frau Duske eine Werksführung beim Stiftehersteller Staedtler organisiert.

Pünktlich um 9 Uhr meldeten wir uns an der Pforte, wo wir bereits erwartet wurden. Nach kurzen Sicherheitsinstruktionen und dem Verteilen der persönlichen Namensschilder wurden wir zu einem Aufenthaltsraum gebracht. Dort wartete bereits Herr Decombe auf uns. Er führte uns quer über das Gelände. So groß hatten wir uns das Areal nicht vorgestellt. Unsere Tour startete in der Logistik. Vorbei an unzähligen LKWs, die gerade beladen wurden, führte uns Herr Decombe Richtung Lager. Dabei erhielten wir auch viele interessante geschichtliche Hintergründe über die Firma Staedtler.

Weiter ging es – vorbei an den Kommissionierern – direkt in das vollautomatisierte Lager. Über mehrere Gänge hinweg und über vergleichbare vier Stockwerke erstreckte sich die Welt der Stifte. Eine ganze Weile lang beobachteten wir fasziniert, wie computergesteuerte Greifarme hier und da Waren aus den hohen Regalen zogen. Danach besichtigten wir das Verteilungszentrum. Hier wurden die gepackten Pakete verklebt und beschriftet bevor sie sich auf ihre weiten Reisen – teilweise sogar nach Übersee – begaben.

Nun kamen wir auf unserer Tour über das Werksgelände in die Produktion. Schritt für Schritt konnten wir den Weg eines anfänglichen Graphit-Klumpens hin zum Bleistift verfolgen. Herr Decombe erklärte uns alle Arbeitsschritte ausführlich; wir durften die Werkstücke in den Händen halten und hier und da einmal eine der teuren Maschinen bedienen. Aber nicht nur allerhand Stifte konnten wir entdecken – auch Radiergummis und Spitzer kreuzten unseren Weg.

In der Bleistiftproduktion. Foto : Mark Johnston

Wir begannen uns für die Berufe dort im Staedtler-Werk zu interessieren. Dieses Interesse unterstützte Herr Decombe mit nützlichen Tipps zur Bewerbung und Infos zu den notwendigen Schulabschlüssen. Am Ende unserer Besichtigung hatte Herr Decombe für jeden von uns eine Hand voll Stifte, die wie natürlich gerne mitnahmen.

 

Am nächste Tag in der Schule sprachen wir dann über unsere Eindrücke. Das Erlebnis dieser Betriebserkundung war so nachhaltig, dass wir unsere Gedanken dazu  festhielten:

Zeynep, Jacky und Mario: Uns hat sehr überrascht, dass die Maschinen im Lager so schnell arbeiteten. Es war toll, dass wir in der Produktion auch mal an verschiedene Maschinen durften. Alle Mitarbeiter waren sehr nett zu uns.

Emre und Samed: Wir waren begeistert, wie nett und freundlich die Mitarbeiter waren. Sie schienen alle Freude an ihrem Beruf zu haben. Keiner war gestresst oder schlecht gelaunt.

Mani und Wadim: Wir hätten nicht gedacht, dass das Lager so riesig ist. Es hat richtig Spaß gemacht, den Maschinen beim Arbeiten zuzuschauen. Wir beobachteten die Herstellung einer Bleistift-Mine in allen einzelnen Arbeitsschritten. Mani, Wadim

Enes und Emre: Wir hätten nie gedacht, dass alles dort so automatisch geht. Wir dachten, man bräuchte unzählige Mitarbeiter. Wenn eine Maschine mal einen Fehler anzeigt, kommt sofort ein Techniker und behebt diesen.

Deniz: Herr Decombe war sehr nett zu uns. Er erklärte uns vieles und lies keine unserer Fragen offen. Sehr geduldig erklärte er uns manches zweimal, wenn wir es nicht verstanden haben.

Daniel und Samuel: Wir könnten uns eine Ausbildung bei Staedtler sehr gut vorstellen. Es ist günstig, dass die Firma ihren Sitz in Nürnberg hat.

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