Eine Schülerin des Hans-Sachs-Gymnasiums in Nürnberg zählt die Vorteile des Trendsports auf und will Nachahmer gewinnen

Joggst du noch oder ploggst du schon? Zugegeben, man fragt sich natürlich, wie man sich zum Plogging bringen soll, wenn die vorhandene Motivation nicht für eine Runde Joggen reicht. Aber die upgegradete Version von Joggen ist einfach viel besser!


Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du deine Coffee-to-go-Becher, Plastikverpackungen und Kassenzettel nicht in den Mülleimer drei Schritte von dir entfernt, sondern direkt auf die Straße geschmissen hast? Der Plogging-Trend wäscht dein Gewissen wieder rein und sorgt zugleich für gutes Karma – und für eine hübschere und sauberere Umwelt.


Schon motivierter? Nein? Vielleicht aber gleich. Denn Plogging ist tatsächlich ein effektiveres Training als Joggen: Man trainiert nämlich nicht nur seine Ausdauer, sondern durch das ständige Bücken beim Müllpflücken auch Rücken-, Bauch- und Schultermuskulatur. So hat man gleich Kraft- und Ausdauertraining in einem und kann sich den Fitnessstudio-Besuch sparen.


Und wenn das immer noch nicht genug ist, um dich zum Ploggen zu bringen, wird das spätestens der damit verbundene Gruppenzwang erledigen. Man trifft sich und zieht dann als Ploggingmob abfallsammelnd durch die Straßen.

Gut für Körper und Umwelt

Hat man einmal zu so einer Plogging-Aktion zugesagt, ist es schwierig mit dem Gewissen zu vereinbaren, einen Rückzieher zu machen. Schließlich wollte man doch mal was für Körper und Umwelt tun – und die anderen hängenzulassen, wäre auch ziemlich unfair.


Allerdings ein bisschen umständlich ist das Ganze schon: Man ist von Lust, Laune und Zeit anderer abhängig, muss ständig in sozialen Netzwerken unterwegs sein, um das Wann-und-Wo des nächsten nahen Treffens mitzukriegen. Beim Joggen ist das anders: Das geht immer und überall.
Doch: Bringt es etwas, wenn ein paar Plogger zum Abfallsammeln auf die Straße gehen? Klar! Es setzt ein Zeichen, dass man sich mehr um seine Umwelt kümmern und auch aktiver werden sollte.


Und was ist mit dem Hype darum? Ist Plogging tatsächlich so toll? Definitiv! Denn es ist eine witzige, abwechslungsreiche, effiziente Alternative zum klassischen Joggen. Von dem Sport sind wir doch sowieso schon alle maßlos gelangweilt. Und dass man dabei auch noch ein wenig Müll aufsammelt und was für die Umwelt tut, ist weder falsch, noch kann es groß schaden.


Und obwohl ein einzelner Plogger wohl kaum einen Unterschied macht, können viele viel bewirken. So ist das ja eigentlich bei allem, also warum nicht auch beim Ploggen?

Lona Koers

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