Die Schüler der Grundschule 1 in Zirndorf haben sich während einer Projektwoche mit dem Thema „Müll“ auseinandergesetzt. In verschiedenen Workshops lernten die Kinder etwa viel zu „Plastikmüll“, „Altkleider“, „Biomüll“ und „Sondermüll“. Zudem wurden sie in einem Theaterstück über Müll gut unterhalten und informiert. Und bei einer gemeinsamen Müllsammelaktion kamen ziemlich hohe Abfallberge zusammen. Im Folgenden berichten die Schüler über einzelne Workshops.

Was haben Kleider mit Müll zu tun? Von Niklas, 3. Klasse

In der Projektwoche habe ich gelernt, dass zum Beispiel eine Jeans aus Baumwolle besteht. Diese wird von Pflückerinnen gepflückt, dann in ein anderes Land transportiert, wo aus der Baumwolle Fäden gesponnen werden. Nun werden daraus Stoffe gewebt und sie werden gefärbt – wieder in einem ganz anderen Land. Aus dem gefärbten Stoff wird eine Jeans genäht, von Näherinnen in einer Fabrik in einem sehr armen Land. Die verdienen sehr wenig Geld und müssen sehr lange arbeiten. Die fertige Hose wird beispielsweise nach Ägypten gebracht, wo sie mit Sand bespritzt wird, damit sie wie gebraucht aussieht. Danach wird die Jeans nach Deutschland gebracht, wo wir sie kaufen können. Das ist sehr viel Aufwand und bei der Herstellung fällt sehr viel Müll an – vor allem für die Umwelt: lange Transportwege, Gifte auf die Baumwollpflanzen, Färbemittel und Chemikalien verschmutzen die Flüsse usw.

In Deutschland werden jedes Jahr über eine Million Tonnen Altkleider in die Container geworfen. Sooooo viel!!!! Das hätte ich nie gedacht! Wir haben in unserem Workshop überlegt, was wir tun können, damit es weniger Kleider-Müll gibt.

  • Weniger Kleider kaufen!
  • Kleider mit Fair-Trade Siegel kaufen!
  • Kleider secondhand kaufen!
  • Kaputte Kleider nicht gleich wegwerfen, sondern flicken!
  • Aus alten Kleidern etwas Neues nähen (zum Beispiel aus einer alten Jeans eine schicke Tasche)!

 

Plastikmüll – Von Charlotte aus der 2e

Viele Dinge, die wir täglich benutzen, sind aus Plastik hergestellt. Plastik verrottet aber nicht, sondern zerfällt im Laufe vieler, vieler Jahre in immer kleinere Teile. Gelangen sie in die Natur oder ins Meer, sind sie für Tiere sehr gefährlich. Vögel und Fische fressen diese Teilchen und müssen dann oft verhungern.
Wirf Einwegflaschen oder Joghurtbecher am Ende also in den gelben Sack oder gib sie im Geschäft wieder ab. Nur dann können sie recycelt, das heißt wiederverwertet, werden, denn Plastik ist ein wichtiger Wertstoff. So können aus diesem Altplastik wieder neue Flaschen oder sogar T-Shirts gemacht werden.

Beim Müllsammeln kam ein hoher Abfallberg zusammen. Foto: privat

Sondermüll – Von Emilia aus der 4e

Ich schreibe über den Sondermüll, weil es wichtig ist, ihn anders zu entsorgen  als anderen Müll. Denn Sondermüll enthält giftige Stoffe. Außerdem ist er umweltgefährdend, leicht explosiv und leicht brennbar. Man sollte ihn auch nicht einfach in den Wald schmeißen, denn er schadet den Tieren und der Natur.

Wertstoffhöfe nehmen den Sondermüll an, dort wird er sicher entsorgt. Sondermüll sind zum Beispiel Batterien, Medikamente, Spraydosen, Nagellack, Leuchtstofflampen oder Elektroschrott wie … Fernseher, Computer, Handy oder Toaster. Deshalb ist es sehr wichtig, den Müll richtig zu sortieren,  für uns und die UMWELT.

Müll sammeln – Von Emilia und Emma aus der 4e

Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken hat jede Klasse an den verschiedensten Orten in Zirndorf Müll aufgesammelt. Am meisten haben wir Zigarettenkippen gefunden. Wir waren alle ganz schockiert, weil so viele Leute rauchen und ihre Kippen einfach auf die Straße oder sogar auf dem Spielplatz auf den Boden schmeißen.

Außerdem haben wir auch ganz merkwürdige und eklige Dinge, zum Beispiel Dachziegeln, leere Schnapsflaschen und ein Unterhemd gesammelt. Bitte achtet darauf, dass ihr euren Müll nicht einfach irgendwo hinschmeißt. Denn die Leute, die das machen, denken einfach nicht nach. Müll gehört in den Mülleimer!

Musiktheater „Miteinander für eine saubere Umwelt“ – Von der Klasse 1d

Wir haben in unserer Schulturnhalle das Musiktheater „Miteinander für eine saubere Umwelt“ besucht. Ein einziger Schauspieler spielte mit Handpuppen verschiedene Personen, aber auch Gitarre und Mundharmonika. Bei seinen Liedern konnten wir mitsingen und mitklatschen.

In dem Stück ging es um Freundschaft, aber auch um das Thema Müll auf einem Spielplatz. Zum Ende durften Schulkinder dem Schauspieler helfen den Spielplatz zu säubern und Saft-Tüten und anderen Unrat in die richtige Mülltonne zu sortieren. Das passte prima zu unserer Projektwoche „Müll“, in der wir nach und nach „Wertstoffprofis“ wurden.

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