Ein kleiner Überblick über vier gängige Druckverfahren:

Offset-Druck
Das Druckverfahren bei Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung ist der sogenannte Offset-Druck/Rollen-Offsetdruck. Dieses wird auch als indirektes Druckverfahren bezeichnet, da nicht direkt von der Druckplatte auf das Papier gedruckt wird. Die Farbe wird auf die Druckplatten aufgetragen, gelangt danach aber auf ein Gummituch, das wiederum Kontakt mit dem Papier hat.
Der Offsetdruck ist auch ein chemisches Druckverfahren, hier wird das Prinzip genutzt, dass sich Wasser und Fett abstoßen. An druckenden Stellen perlt das Wasser ab und die Farbe bleibt haften, an nicht druckenden Stellen bleibt das Wasser haften, aber nicht die Farbe. Die Druckplatte wird also erst angefeuchtet, bevor Farbe darauf kommt. Überall wo die Platte keine Farbe aufnehmen kann, weil Wasser daran haftet, bleibt also ein Weißraum auf dem Papier oder den anderen Bedruckstoffen.

Hochdruck
Das älteste Druckverfahren wurde von Buchdrucker Johannes Gutenberg erfunden. Die druckenden Teile der Druckplatte sind erhaben, stehen also hoch, daher auch "Hochdruck". Da das Verfahren ein direktes sein, muss die Vorlage, also die Druckplatte, spiegelverkehrt sein.

Tiefdruck
Beim Tiefdruck werden die zu druckenden Elemente in die Druckplatte eingraviert. In diesen kleinen Näpfchen befindet sich dann die Farbe, die beim Drucken durch den hohen Druck auf das Papier gepresst bzw auch von diesem angesaugt wird. Daher sollte das Papier auch saugfähig sein und nicht oberflächenveredelt, weil sonst die Farbe darauf nicht hält.

Siebdruck
Beim Siebdruck wird durch ein Gewebe gedruckt, auf dem sich die Schblone des Motivs befindet. Die Schablone verhindert an denjenigen Stellen des Druckbildes, die nicht drucken sollen, den Farbauftrag.

Autor: Stefanie Goebel

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